Auf & Nieder - immer wieder!

 

Halbmarathon auf der Chinesischen Mauer bei Jinshanling in der Nähe von Peking am 5. September 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mao hatte wenigstens 1x Recht, als er sagte: "Nur wer auf der Mauer war, ist ein ganzer Kerl!"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Homepage

Angeblich könne man die Mauer vom Mond aus sehen, aber das stimmt nicht: von der ISS ja, aber nicht vom Mond!

Letztes Jahr wurde die Idee geboren, "mal was Anderes" zu laufen. Und dabei "stolperte" ich über den Marathon auf der Chinesischen Mauer, der auch als Halbmarathon und als 10km - Lauf angeboten wird. Das sich das mit dem Stolpern bewahrheiten sollte, wusste ich damals noch nicht.

Organisiert wird die Veranstaltung / Reise von Wichart Hölscher & dem Sportminesterium in Peking. Die Organisation war bestens!

Schon im Januar fällte ich die Entscheidung "Das mach' ich!". Gebucht war schnell und dann ging es los mit dem Training. Ich war noch nie auf der Mauer, aber ich wusste, sie ist sehr hügelig: und sie hat Treppen. Also lief ich öfter als sonst die Veste Otzberg hoch. Treppen? Na ja, so'n paar Treppen... Ich nehm' den Aufzug nicht im Büro....

Vor dem Lauf im August war ich viel in verschiedenen Zeitzonen unterwegs, so dass ich gesundheitlich nicht der Fitteste war. Die Tage vor dem Lauf verbrachte ich mit Besichtigungen in Peking. Frohen Mutes fuhr die Gruppe dann am 5. um 6 Uhr morgens gen Mauer. Nach 2 Stunden Busfahrt kamen wir nordöstlich von Peking in Jinshanling an und sahen das erste Mal, auf was wir uns eingelassen hatten. Es war sehr hügelig und irgendwie waren da zu viele Treppen.
Nochmal eine kurze Streckeneinweisung (die Strecke sah wie ein umgekehrtes Ypsilon aus und ein Mal alle 3 Kontrollpunkte anlaufen, bedeutete 10km geschafft zu haben).


Um 9:15 ging's los - und erst mal bergauf. Anfangs noch 2 Stufen auf einmal, nach 5 Minuten Stufe für Stufe laufend und nach 10 Minuten Stufe für Stufe gehend. Die Sonne brannte vom Himmel und die Temperaturen orientierten sich gen 30°C. Immer weiter, rauf & runter - mal ein bisschen laufend, meistens aber gehend. Der 1. Kontrollpunkt kam dann endlich - Wasser runtergekippt und retour Richtung der Verpflegungszentrale und dann weiter zum 2. Kontrollpunkt. Dorthin ging es nach der Verpflegungszentrale hauptsächlich bergab, aber auch hier waren die Stufen unterschiedlich hoch & tief. Retour ging es logischerweise nur rauf und dann rechts ab zum 3. Kontrollpunkt. Und der schien irgendwie kurz vor dem Himmel zu liegen: die Strecke dort hoch war nicht sehr gut befestigt und einfach nur steil. Von dort wieder runter und schwuppdiwupp, war die erste Runde "fertig". Und ich auch!!! Ich habe für eine Strecke fast genauso lang gebraucht, wie für einen kompletten Halbmarathon - und ich hatte noch mal das Ganze vor mir.

An der Stelle kurz was zu den Fakten: der Mauerabschnitt liegt ca. 900m über dem Meeresspiegel. Wenn man mit einem Satellitenmessgerät läuft, zeigt das für eine Runde eine Luftlinie von ca. 5km an. Aber eine Runde hat ca. 4200 Stufen, die alle unterschiedlich hoch / breit / tief (im Mittel 30cm hoch & 30cm tief) sind. Berechnet man die nach den US Trail Running Regulations und berücksichtigt den Höhenunterschied von ca. 400m pro Runde, ergeben sich rechnerisch 10,5 km pro Runde. Das Ganze x 4 ergibt dann einen Marathon mit ca. 18000 Stufen.

Ich diskutiere mit niemandem, der diesen Lauf nicht gemacht hat, ob das nun genau 21,1km waren, die ich geschafft habe, aber ich kann zum Beweis eine Urkunde + einen Pokal vorweisen, dass ich 3Std9Min auf der Mauer gelaufen / gegangen / gestolpert / gekrabbelt bin - und das ich nach den 2 Runden genauso so fertig war wie nach einem Marathon.

Ob ich's nochmal machen würde - NEIN!! Höchstens den Zehner. Ob es ein einmaliges Erlebnis war - JA!! Die Mauer ist toll & stark & mächtig und fordert Einem Respekt ab. Läufer, die etwas Besonderes suchen, werden den "Mauerspaziergang" lieben; allen anderen Joggern rate ich, max. den Zehner zu laufen.

Up & Down for ever!

Half Marathon on the Great Chinese Wall at Jinshanling (near Beijing) on Sept 5th, 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

At least, once in a time Mao made a wise statement: "Only those havin' been on the Wall, are true-blue heros!"

 

Rumours have it that you can see the Great Wall from the moon: that is a lie but it is really a GREAT wall!

Last year, I had the idea to run something different. I stumbled acroos an article on a marathon on the Great Chinese Wall - not knowing that "stumbling" would become the main feature of such a run.

Together with the Minestry of Sports in Beijing, a German runner Wichart Hoelscher organised both - the trip and the run. He did that very well!

In January, I decided to go for it: I booked the trip. Having never been to the Wall, I knew it is hilly and there were stairs. As training, I ran more than usual up to the nearby Otzberg hill. Stairs? Well, can't be that bad.... I am gonna use the stairs in the office and not the elevator to get to 3rd floor.....

Prior to the run, I had to travel on business to different time zones so that I was not really in the fittest shape. The days before the run, we did sightseeing in Beijing. The group then made it's way on Sep 5th at 6am towards the Wall. After 2 hours in a bus, we arrived at Jinshanling (north-east of Beijing). The first impression: WOW! That's hilly! And there are a few too many stairs...
Last instructions on the course which had the shape of an 'Y': one had to pass the 3 ends of the 'Y' which where the check points. The 'Y' shaped course represented 10km.

The run started at 9:15am. Initially, I took two steps in one; then I ran every step - and then I walked every step. The sun was out and temperatures made their way up to the 30°C marker.It was a constant up & down with hardly any stretches where I could run for more than 1 - 2 minutes. Check point no. 1 was the furthest away from the start and felt like a never-ending story. It was then downhill to checkpoint no. 2 - and logically, uphill on the way back. When turning right for checkpoint no. 3 - it seemed to touch the sky. This part up to check point no. 3 was not very well maintained. It took me nearly the same time for one lap that I usually take for running an entire half marathon. And I still had one lap to go.

A few facts: this section of the wall is about 900m above sealevel. If one runs the lap with a satellite-based measuring device, it shows apporx. 5km for one lap. However, due to the approx. 4200 steps with each having a different height / width / depth (on average 30 cm high & 30 cm deep) and the altitude difference (400m per lap), US Trail Running Regulations measure one lap as 10,5km. The whole thing times 4 gives you a marathon distance, covering some 18000 steps.

I am not going to discuss with anyone who has not run this race whether I covered exactly 21,1km or not. I got a trophy & a certificate, proving that I ran / walked / stumbled / crawled the wall for 3h9min. I was as dead as I was after a true marathon.

 

Would I do it again - NO!!! Maybe the 10kays but surely not more. Was it a great event / run - YES!! The Wall is big & strong & mighty and calls for your respect. Runners who look for the ultimate kick, will love this event; joggers should go for the 10 kays but not any longer.